Samuel MorseIch behaupte mal, das die Mutter aller digitalen Betriebsarten die Telegrafie ist. An und aus, Lang und kurz, 0 und 1. Als die einfachste der Digitalen Betriebsarten im Amateurfunk ist sie sicher den neuen und moderneren unterlegen, aber sie ist immer noch "effektiver" als Sprechfunk, wenn es um Verständlichkeit geht und die erzielbaren Reichweiten, weil man das Sigmnal im Rauschen immer noch besser heraushören kann als Sprache. Samuel Morse hat sie erfunden am 4. September 1837 der Weltöffentlichkeit vorgestellt

Ich habe 1974 angefangen die Telegrafie bei einem alten, üensopnierten Marinefunker u lernen. Der Unterricht war gespickt mit Seemansgarn und nachher ging es im Hofbräuhaus in München weiter. Es hat lange gedauert, hat aber riesig Freude bereitet, weil der OM mit der Handtaste so präzise und schnell geben konnte wie mit einer Elektronik. Ich bin dieser Betriebsart treu geblieben und sie ist mir eine weitere Sprache geworden, weil ich die Zeichen sofort in Buchstaben und Worte im Kopf umsetzen kann und auch aus dem Kopf heraus geben kann. Das dauert eine Zeitlang, bis es soweit ist, aber dann ist es einfach nur schön.Irgendwann bin ich der Arbeitsgemeinschaft Telegrafie AGCW beigetreten um eine bessere Verbindung zu anderen Funkamateuren herzustellen, welche der gleiche Virus befallen hat.

Die Telegrafie soll bald als Weltkulturerbe anerkannt werden. Zumindes läuft der Antrag und ich hoffe dass er positiv beschieden wird.